Für Lutz Oschmann ist der Mangel an Gewerbeflächen in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt und die damit drohende Abwanderung Kieler Unternehmen auch ein „hausgemachtes“ Problem. „Dass Kiel eine an Flächen knappe Stadt ist, darf niemanden überraschen“, so der stellvertretende Vorsitzende der Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Umso unverständlicher bleibt es für ihn, dass die Landeshauptstadt ihre Potenziale nicht ausschöpft und den gut angebundenen Verkehrslandeplatz Holtenau quasi ungenutzt liegen lässt.
Den „Kurswechsel“ bei der Kieler Wirtschaftsförderung, die sich jetzt wieder stärker bei der Entwicklung von gewerblich nutzbaren Flächen engagiert, begrüßt auch die grüne Ratsfraktion. Schließlich werde die Kieler Wirtschaft jetzt immer stärker mit den Folgen einer jahrelangen Blockadehaltung konfrontiert, die schon das Nachdenken über eine Umnutzung des Verkehrslandeplatzes zum Tabu erklärt habe, so Lutz Oschmann.
„Die Diskussion um den Mangel an Gewerbeflächen in Kiel zeigt, wie falsch die Blockadehaltung in Sachen Verkehrslandeplatz ist“, sagt Lutz Oschmann. Ein von der Stadt beauftragtes Gutachten habe die Potenziale der Fläche, die zu weiten Teilen im städtischen Besitz ist, klar aufgezeigt: 40 der insgesamt 100 Hektar könnten dort Gewerbefläche und damit Standort für etwa 2600 neue Arbeitsplätze werden. Die sieben Hektar Gewerbefläche des so genannten Airparks sind für Oschmann „ein schlechter Tausch“.
„Dass dieser Airpark keine Zukunft haben kann, beweist doch auch die Abkehr vom flugaffinen Gewerbe“, macht der grüne Ratsherr deutlich. Seit 2006 gebe es keinen Linienflugverkehr mehr in Holtenau, und es habe sich seitdem keinerlei flugaffines Gewerbe mehr angesiedelt. „Wer wirklich etwas für Kiels Wirtschaft tun will, der macht aus dem heutigen Verkehrslandeplatz endlich einen mischgenutzten Stadtteil mit 40 Hektar Gewerbefläche“, so Lutz Oschmann abschließend.
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