
„Eines machen die Vorgänge rund um das Bauprojekt Möbelmarktzentrum auf dem Prüner Schlag deutlich: In der Klimaschutzstadt Kiel brauchen wir eine andere Form der ökologischen Baubegleitung. Wir müssen sicherstellen, dass die Baufirmen sich nicht nur selbst kontrollieren“, fordert Arne Langniß von der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.
In einer Großstadt mit den unvermeidlichen Konflikten zwischen Naturschutz und Flächenbedarfen für Gewerbe- und Wohnbauprojekte ist es nach Auffassung des grünen Ratsherren eine „eindeutig hoheitliche Aufgabe“, Bauvorhaben auch durch die Verwaltung begleiten zu lassen: „Wir brauchen für die privatwirtschaftlich organisierte, ökologische Baubegleitung eine Kontrolle durch städtisches Personal, damit ein durchgehender Schutz von Natur und Umwelt gewährleistet ist.“
Die Kosten dafür seien den Bauträger*innen aufzuerlegen. Für die sei das am Ende gut investiertes Geld, weil langwierige Regressforderungen und ein ramponiertes Image verhindert werden könnten. „Es profitieren also am Ende alle, weil auch die unwiederbringliche Zerstörung von Natur und Umwelt dadurch besser verhindert werden kann“, so Arne Langniß. Die verbesserte ökologische Baubegleitung muss nach Ansicht der Kooperation aber auch durch schärfere Sanktionen für Verstöße flankiert werden: „Darum begrüßen wir den Vorstoß des schleswig-holsteinischen Umweltministers Jan-Philipp Albrecht ausdrücklich, der eine Gesetzesinitiative in der Umweltministerkonferenz anschieben will.“
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